Vergleich der Versorgung 1945

Allegemeine Versorgungslage zum Kriegsende

Im Jahre 1945 war die allgemeine Lebensmittelversorgung in Deutschland auf Grund des Krieges sehr schlecht. Zahlreiche Menschen litten an Unterernährung, viele von ihnen sind in den letzen Kriegsmonaten an Mangelernährung gestorben. Besonders Säuglinge und Kleinkinder waren gefährdet, da nur wenig Babynahrung für die Versorgung  zur Verfügung stand.  

So sah eine durchschnittliche Tagesration eines deutschen Bürgers im Jahre 1945 aus:

Versorgung der Kinder im Lebensborn-Heim

Im Gegensatz zu den Vorräten in den deutschen Haushalten, schien die Versorgung der Kinder in den Lebensbornheimen durchgehend abgesichert. Auf Grund der Trägerschaft durch die SS, erhielten die Heime bis zum Kriegsende regelmäßig Vorräte. Anhand der Personenanzahl und einer festgelegten nach Alter gestaffelten Tagesration konnte die Heimleitung den zu bestellenden Bedarf berechnen. Auffallend ist hierbei, dass erst bestellt wurde, wenn die Vorräte so gut wie aufgebraucht waren. Bestellt wurden in erster Linie Grundlebensmittel wie Mehl, Butter, Käse, Zucker, Eier und Fleisch.

Die Aktenlage zur Verpflegung des Heimes ist vergleichsweise gut. Mit Hilfe der Daten lassen sich die Fleischrationen ebenso darstellen, wie die fluktuierenden Kinderzahlen in Kohren-Sahlis. Ab Mai 1945 unterscheiden die Akten nicht mehr zwischen Kindern bis 3 Jahre und Kindern bis 6 Jahre.